Linux Laptops werden immer
gefragter
Vielen ist es zumindest vom Hörensagen her
bekannt: das Betriebssystem Linux. Und doch pflegt dieses nach wie vor ein Nischendasein. Das liegt nicht einmal
zwangsläufig daran, dass es niemanden interessiert. Linux wird einfach bis dato nur von sehr wenigen Programmen
unterstützt. Damit gängige Programme auch im Rahmen von Linux laufen, müssen dafür von der dahinterstehenden Open
Source Community in aller Regel erst Treiber, Anpassungen etc. entworfen werden. Dies gilt natürlich auch im Falle
vieler Hardware Komponenten.
Linux wird bis dato überwiegend als
Betriebssystem für Server genutzt. Da Linux absolut sicher vor System-Abstürzen ist und weitgehende
Konfigurationsmöglichkeiten bietet (es kann beispielsweise eigens für jedes Programm zugewiesen werden, wie viele
Ressourcen investiert werden sollen), ist es für Server natürlich entsprechend attraktiv und dort somit längst eine
erprobte Größe. Allerdings gibt es immer noch nicht wirklich viele Linux
Computer bzw. Laptops für den User. Dies ist aber mitnichten ein Problem der Verfügbarkeit. Viele Linux
Versionen sind Open Source und kostenfrei – können also einfach aus dem Netz gesaugt werden. Besonders erfreulich:
Selbst kostenpflichtige Linux Versionen lassen sich auf beliebig vielen Rechnern installieren! Etwas, was bei
Windows völlig undenkbar ist. So hat vor nicht langer Zeit beispielsweise die Stadtverwaltung München vollständig
auf Linux umgestellt! Und das, obwohl Microsoft erheblich Preisnachlässe anbot! Sieht der Titan aus Sillicon Valley
einen schlafenden Riesen erwachen?
Durchaus möglich! Die Vorteile von Linux sind nämlich weitreichend und nicht von der
Hand zu weisen. Zwar erfordert der Umgang mit Linux in vielerlei Hinsicht weiterreichende CPU Kenntnisse (es wird
viel mit Konsolenbefehlen gearbeitet). Wer dem gerecht wird, dem eröffnen sich jedoch Möglichkeiten, wie sie andere
Betriebssysteme schlicht und ergreifend nicht zu bieten vermögen. Besonders vorteilhaft ist dabei der Umstand, dass
viele der Programme, die von Linux bereits unterstützt werden, selbst Open Source sind (zum Beispiel Open Office).
Man spart also einen Batzen Geld. Theoretisch ist es problemlos möglich, sich einen Computer, der bestens für
Internet und Büroarbeiten ausgelegt ist, völlig kostenfrei zu konfigurieren (was sämtliche Software anbelangt). Des
Weiteren besteht kein Updatezwang wie bei Windows und es gibt nahezu keine gefährlichen Viren geschweige den Dialer
für (oder viel mehr gegen) Linux.
Dies sind nur die allgemeinsten und oberflächlichen Vorteile, die die Anwendung von
Linux dem User ermöglicht. Und in dem Maße, wie Linux auch kommerziell häufiger genutzt wird (so geschehen in der
Stadtverwaltung München, aber auch schon in Niedersächsischen Kommunen und gar im Bundestag), wird es
möglicherweise auch bald im Konsens der privaten Nutzer Beachtung finden. Dann wird vielleicht schon so manches
Notebook und so mancher Computer Windows den Rücken kehren. Technisch spricht einiges dafür – es braucht nur noch
den entsprechenden Trend (der sich in Teilen schon abzeichnet).
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